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Es empfiehlt sich eine erste Augenuntersuchung in den ersten zwei Lebensjahren. Je häufiger Sehprobleme in der Familie bekannt sind, desto früher sollte eine Untersuchung stattfinden.

Was Kinderaugen verraten: Sehstörungen bei Kindern rechtzeitig erkennen und Maßnahmen ergreifen


Die Bildung des Sehvermögens ist für die Entwicklung eines Kindes von großer Wichtigkeit. Sehstörungen wirken sich in vielen Lebensbereichen aus, vor allem aber haben sie Auswirkung auf die schulische Entwicklung. Es ist daher hilfreich, die Stadien des Sehens und der Wahrnehmung eines Kindes zu kennen und zu beobachten. Selbstverständlich entwickelt sich jedes Kind individuell, aber folgende allgemeine Anhaltspunkte lassen sich festhalten.



Anhaltspunkte


1. Monat

Im 1. Monat blickt ein Kind zum Fenster, zum Licht, nach großen oder sich bewegenden Objekten, die Augenbewegungen sind noch ruckartig.

2 Monate

Im 2. Monat mag das Kind Licht und helle Farben. Es betrachtet nahe Objekte, erkennt Gesichter. Es zeigt ein erstes Lächeln, die Augenbewegungen sind jetzt fließend.

4 Monate

Im 4. Monat betrachtet das Kind die eigene Hand, das räumliche Sehen beginnt im Gleichklang mit dem räumlichen Hören.

6 Monate

Im 6. Monat greift das Kind Gegenstände mit der Hand. Gesehenes löst Neugier aus und ist Anreiz zum Krabbeln.

9 Monate

Im 9. Monat greift das Kind nach winzigen Gegenständen – „Krümelvisus“ sagen wir dazu.

12 Monate

Mit 12 Monaten gibt das Gesehene Anreiz zum Laufen und Sprechen lernen. Sehschärfe, Stereo-, Farben- und Kontrastsehen sind ausgereift.

15 Monate

Mit 15 Monaten malt das Kind Striche auf Papier und baut Türmchen.

18 Monate

Mit 18 Monaten erwacht das Interesse an bunten Bildern. Das Kind erkennt ferne Gegenstände – zum Beispiel Flugzeuge –, somit wirkt das Gesehene als Grundlage für die Sprachentwicklung.

24 bis 30 Monate

Im Alter von 24 bis 30 Monaten ist die Entwicklung des Sehens und des Wahrnehmens abgeschlossen. Das Kind kann Formen, Farben und Bilder sicher benennen. Eine Prüfung von Sehschärfe und Stereosehen ist jetzt möglich.

Ist Ihr Kind in der Entwicklung etwas langsamer, ist dies kein Grund zur Sorge. Aber ein Besuch oder dem Optiker oder dem Augenarzt könnte sich lohnen. Wir empfehlen Ihnen, mit Ihrem Kind nach dem ersten Lebensjahr ein erstes Mal einen Optiker aufzusuchen. Bei uns prüfen wir dann, ob und wie das Augenpaar zusammenspielt.

Folgen von Sehstörungen bei Kindern


Eine gute Entwicklung der Augen ist für das Lesenlernen und damit für die schulischen Leistungen von größter Bedeutung. Die Augen müssen sich dazu auf einen Punkt in unmittelbarer Nähe konzentrieren, diesen Punkt scharf stellen und einer Zeile folgen können.

25 % der Kinder, die nicht gerne Lesen und/oder Schreiben, haben eine Sehstörung. Im Mathematikunterricht haben sie typischerweise wesentlich weniger Schwierigkeiten.

Im 5. Lebensjahr werden bei der sogenannten U9 die Augen der Kinder ein letztes Mal von den Kinderärzten geprüft. Zu diesem Zeitpunkt wirken sich aber Sehstörungen in den Bereichen Zoomen, Einstellen und Bewegen stark auf die Wahrnehmung aus. Folgen sind unter anderem, dass betroffene Kinder nicht gerne malen, basteln oder ähnlich detaillierte Aktivitäten ausführen. Das Sehsystem ist auf das Sehen in der Nähe nicht trainiert. Darunter leidende Kinder krabbeln vermutlich seltener und haben Konzentrationsschwierigkeiten.

Deshalb ist es wichtig, dass die Augen gerade in den ersten vier Lebensjahren jährlich untersucht werden. Darauf sind wir, das Team von Ulrich Optik, speziell ausgebildet. Da die Entwicklung der Augen erst mit 24 Jahren vollständig abgeschlossen ist, empfiehlt sich auch während sowie nach der Schulzeit eine jährliche Augenprüfung. Damit kann irreversiblen Sehstörungen rechtzeitig vorgebeugt werden.

Für den Kindersehtest wenden wir eine spezielle Methode mit Sehspielen und Licht an. Medikamente werden dafür keine verabreicht. Diese Sehprüfung ist umfassender als die übliche Prüfung beim Kinderarzt. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin bei uns.